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AH-Wanderung auf der Sonnenseite

Uns gehen so langsam die Superlative aus

Am vergangenen Wochenende des 14. Und 15. Oktober wanderte eine große Gruppe von 25 alten Herren des VfB auf ihrer jährlichen 2-Tagestour erneut durch die heimatlichen Wälder und Wiesen.

Diesmal auf den Pfaden des erst im Sommer eröffneten Albsteiges von Albbruck in Richtung Görwihl-Hartschwand bei in der Tat sommerlichen Verhältnissen – und das Mitte Oktober.

Das Wetter, die Tour und die äußerst gute Stimmung legten die Messlatte für kommende Events dieser Art sehr hoch. Aber von Anfang an.

Treffpunkt war am Samstagmorgen um 8:15 Uhr am Bahnhof in Albbruck. In der geöffneten Gaststube desselben stimmten wir uns auf die vor uns liegende Tour ein, die es wieder in sich haben sollte und die wenig später in Angriff genommen wurde.

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Noch war es nebelig und der hohe Kamin der Papierfabrik war kaum zu sehen. Hinter dem Ortsausgang Richtung Schachen ging es nicht lange bis die ersten Steigungen unseren Puls hochtakteten und die angeregten Gespräche durch leichtes Luftholen ins Stocken gerieten.

Kurz vor Schachen schien bereits die Sonne und die erkämpften Höhenmeter mussten wir alsbald wieder abgeben, ging es doch steil bergab zur Alb, die wir überquerten und den Höhenverlust bis Hohenfels rasch und heftig ausgleichen durften.

Der Weg durch den Wald bis Tiefenstein war dann über trockenes Laub auf herbstlichen Wanderwegen angenehm zu laufen. Ein erster gemeinsamer Halt am Aussichtspunkt der Peterskanzel mit famoser Aussicht auf den wunderbar ausgeleuchteten goldenen Oktoberwald und den gewaltigen Tiefensteiner Steinbruch bei einem kleinen Kaltgetränk machte dann richtig Spaß.

Weiter ging es hinab gen Tiefenstein, die Alb wurde ein weiteres Mal überquert und rasch ging es wieder ordentlich bergan auf einem schattigen, steilen und feuchten Pfad hinauf zur Mittagspause in die obersonnige Rüsswihler Fischerhütte, wo man es draußen am Fischweier sich bei köstlichen Erfrischungen und reichlich feinem  Essen gut gehen liess, was eine große Freude und in Sachen Kameradschaftspflege ein Highlight war.

Da wir dem Albsteig in einer VfB-Edition leicht abgewandelt folgten, ging es nun wieder zurück und bergab Richtung Tiefenstein und erneut entlang der Alb zuerst hoch, dann plötzlich fanden wir uns wieder auf Normal Null (an der Alb gemessen).

Heute war es wieder offensichtlich, wie schön wir es haben in unserer Heimat, vielleicht auch gerade wegen des erneut strengen Treppenschrittes, der uns neben den wildromantischen Wasserfällen des Höllbachs nach oben führte.

Gegen den späteren Nachmittag wanderten wir gegen Rotzingen wieder aus dem Wald hinaus und wie die Sonne nun die entfernten, aber sehr gut sichtbaren Alpenketten erleuchte, hatte schon etwas Erhabenes. Nächstes Ziel war die Nesterhütte in Rotzingen, einer zur Gastronomie umgebauten, urgemütlichen Scheune mit reichlich Holz vor als auch hinter der Hütt´n.

Spät, mal wieder zu spät kamen wir dort erst wieder heraus und hatten das letzte überschaubare Teilstück bis zu unserer Unterkunft im Eichrüttehof zu Hartschwand im Dunkeln zu bewältigen, zu der uns der gut sichtbare "Große Wagen" sicher navigierte.

Bei einer äußerst feinen und fast schon übertrieben reichlichen Schlachtplatte klang der Tag beim gemeinsamen Nachtmahl aus. Der Schrittzähler zeigte einen Wert nahe der Zahl 27.000 an und so langsam verabschiedeten sich die Wanderer auf ihr Zimmer: Ein Massenquartier für 25 Personen. Na dann!

Mit klarer Sicht und früher Sonne grüßte der Sonntagmorgen. Das Frühstück war gut, reichlich und wurde gemütlich und zusammen genossen. Raus wollten die Kameraden dann. Kaum war das obligatorische Gruppenbild im Kasten und kaum hatten alle übrigen Habseligkeiten ihren Eigner wieder gefunden, ging es weiter. Ziel war heute die heimische Waldstadt. Die Richtung schien aber lange nicht zu stimmen.

Zuerst ging es auf die Höhen des Dachsberges. Von Hartschwand bis Hierholz überwanden wir eine Schlucht mit erneut nahrhaftem  Aufstieg. Jetzt war es erstmal vorbei mit dem Schatten spendenden Wald und das Wanderhemd war nicht mehr trocken. Hinter Fröhnd wartete ein kurzer, giftiger Abstieg. Über Felder, Auen und natürlich durch den schönen Herbstwald erreichten wir Wolpadingen. Es folgte die letzte Prüfung vor dem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Adler in Immeneich: Ein ordentlicher Abstieg und wir waren wieder auf Höhe der Alb.

Kulinarisch gab es nichts auszusetzen und beim ausgesucht badischen Büffett kam jeder auf seine Kosten, was auch sicher nötig war. Denn die folgende Etappe von Immeneich bis Brunnadern hatte es in sich mit einigen Steigungsprozenten und Höhenmetern. Nicht alle taten sich das noch an, erinnerten sich doch ein paar VfBler an unseren Sportkameraden Werner G. aus Waldhaus, der den gestrandeten Wanderern ad hoc mit selbstlosem Fahrdienst aus der Patsche half. Vielen Dank dafür.

Die Strecke von Brunnadern via Bannholz über den Gupfen bis zum Storchen in Waldkirch zog sich nochmals, war aber bei Sonne und Aussicht sehr gut und lohnend zu laufen. Zum z´Vieri traf man sich - wie beschrieben - im Storchen auf der sonnigen und lauschigen Terrasse, wo es nochmals lustig wurde. Gegen 18:00 Uhr machten wir uns mit dem roten Bus auf den Weg runter ins Rheintal.

Einige Unentwegte genossen aber auch noch den Fussweg in der einbrechenden Dämmerung über die alte Waldkircher Straße bis Waldshut. So schnell gehen zwei Tage vorbei.

Gelernt haben wir wieder einiges, vor allem in den nächtlichen Stunden:
- "Gutes Bier kann man auch warm trinken" war die offenbar einhellige Meinung der Testgruppe
- Das Abspielen von persönlichen Musik-Playlisten über Handylautsprecher ist durchaus ein Fall für Amnesty International
- Nicht jeder Wandersmann benötigt eine Matraze für seine Nachtruhe
- Laut unserem Sachverständigen Thor ist es mit dem Brandschutz nicht überall zum Besten bestellt

Alles in allem war das ein herausragendes, um nicht zu sagen perfektes Wanderwochenende, bei dem alles mehr als gepasst hat. Vielen Dank an unseren Reiseleiter Stefan Rimmele, der einmal mehr ein äußerst glückliches Händchen hatte und mit dem Wetter auch das Glück des Tüchtigen. Vielen herzlichen Dank, Dir Stefan im Namen der ganzen Gruppe!

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