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VfB Waldshut - FC Schönau 2:2

Selbst eine 2:0-Führung reichte dem VfB am Samstagnachmittag nicht zum Sieg gegen kämpferisch sehr gut eingestellte Schönauer. Statt nach dem Doppelschlag zum 2:0 das Spiel durch sichere und risikoarme Pässe zu kontrollieren, brachte man die Gäste durch zu viele individuelle Fehler wieder in die Spur und muss sich mit einem Punkt begnügen.

Dass das Spiel gegen Schönau kein Selbstläufer werden würde, wurde schon in der ersten Spielminute deutlich. Schönau setzte den VfB sofort unter Druck, erkämpfte sich den Ball und holte einen Eckball heraus. Der war schlussendlich harmlos, aber dass es innerhalb weniger Sekunden schon so weit kam, belegte den unbedingten Willen der Gäste zu punkten.

Es dauerte fast eine Viertelstunde bevor der VfB erstmalig gefährlich vor des Gegners Tor auftauchte. Ein schöner Seitfallzieher, der in der Abwehr hängen blieb und direkt danach ein weiterer Abschluss den Schönaus Keeper abwehren konnte, waren zwar noch nicht zwingend, aber wenigstens so etwas wie ein Lebenszeichen. Allerdings fuhr Schönau sofort einen Konter und zwang Waldshuts Torhüter Cihan Ceylan zu einer Rettungsaktion weit außerhalb seines Strafraums.

Der VfB fand danach besser ins Spiel agierte viel mit langen Bällen aus der Abwehr und gewann etwas die Oberhand. Allerdings machte man die zaghaften Ansätze häufig selbst zunichte. Hier ein schlampiges Abspiel, dort eine unsaubere Ballannahme und dann wieder den richtigen Zeitpunkt verpasst, um sich vom Ball zu trennen. Immerhin aber gebot man den Gästebemühungen Einhalt.

In der 37. Spielminute kam es dann zu einem Eckball für den VfB. Marjan Jelec flankte den Ball nach innen wo Stjepan Kovacevic zur Stelle war und per Kopf die Waldshuter Führung erzielte. Nur eine Minute später erkämpfte sich der VfB im Mittelfeld den Ball. Jelec steckt durch auf Kovacevic und es stand 2:0. Ein herber Rückschlag für Schönau, das in dieser Phase Mühe hatte, den VfB vom eigenen Strafraum wegzuhalten.

2:0 kurz vor der Halbzeit, da würde man erwarten, dass die führende Mannschaft das Tempo aus dem Spiel nimmt und die Führung entspannt in die Halbzeitpause bringt. Stattdessen führte ein unbedrängter Abspielfehler im Aufbau des VfB zum 2:1 Anschlusstreffer in der 45. Spielminute. Schönaus Angreifer konnte alleine auf Ceylan zulaufen und schob gekonnt ein.

Trainer Danijel Kovacevic muss in der Pause wohl das eine oder andere deutliche Wort verloren haben, denn der VfB legte nach dem Seitenwechsel gleich richtig los. Eine klasse Flanke von Joel Dakouri fand den Kopf von Oliver Atalla. Der reaktivierte Waldshuter Stürmer erwischte den Ball aber nicht optimal. Gleich danach kam Krisztian Paraszhidisz im Anschluss an einen Eckball zum Schuss, verfehlte das Tor aber dann doch deutlich.

Und in der 52. Spielminute sorgte der VfB wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum, aber auch der starke Schuss von Jelec führte nicht zum Erfolg. Stattdessen sorgte auf der anderen Seite Ceylan für einen kurzen Herzaussetzer bei den Waldshuter Fans. Eine Rückgabe wollte er etwas zu lässig verarbeiten und schoss den Gegner an. Glücklicherweise senkte sich der Ball dann aber erst hinter dem Tor.

Schönau hielt immer dagegen, kämpfte um jeden Meter und jeden Ball, ohne dabei aber selbst erwähnenswerte Chancen zu generieren. Stattdessen war es in der 67. Minute wieder Jelec, der das 3:1 hätte erzielen können, aber Schönaus Torwart konnte parieren.

Dann schienen beim VfB die Kräfte nachzulassen. Zwar gab es in der 80. Spielminute nochmals eine Chance -  nach Hereingabe von Dakouri übersah Kovacevic den besser postierten Lulzon Gashi und versuchte es erfolglos mit der Hacke - aber Schönau hatte mehr Reserven. In dieser Phase muss man dem VfB einfach mangelnde Cleverness unterstellen.

Wenn die Energie nachlässt, man knapp führt und der Gegner drückt, dann muss man eben auch mal einen Ball einfach hinten raus schlagen. Notfalls die nächsten zehn auch noch. Stattdessen kam es zum Ballverlust an der Mittellinie und Schönau spielte den VfB gekonnt aus. 2:2 in der 84. Spielminute.

Kurz vor dem Ende klärte Schönau beim letzten Angriff des VfB einen Ball kurz vor der Linie und direkt im Anschluss konnte Ceylan nochmals einen gute Torchance der Gäste entschärfen. Damit stand am Ende ein gerechtes Unentschieden. Während Schönau sich aber darüber freuen darf, einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt zu haben, muss der VfB sich Fragen lassen, warum man eben diesen Vorsprung wieder hergab.

 

 

 

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