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VfB Waldshut - FC Zell 3:2

In einem echten Spitzenspiel blieben zwar die spielerischen Highlights eher die Ausnahme, die Zuschauer bekamen aber ein sehr intensiv geführtes Spiel zu sehen, in dem beide Mannschaft mit hoher Laufbereitschaft zu gefallen wussten. Viele Torraumszenen auf beiden Seiten ließen keine Langeweile aufkommen.  Was Spielanteile und Großchancen angeht, wäre vermutlich ein Unentschieden das korrekte Ergebnis gewesen, so aber ging es nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich nur noch darum, wer das nächste Tor macht und da hatte der VfB dann eben die Nase vorn.

 

Wer am Samstagnachmittag im Verfolgerduell ein von Taktik geprägtes Abtasten erwartet hatte, sah sich von Anfang an eines Besseren belehrt. Selten hat die Floskel "mit offenem Visier" so gut gepasst. Beide Teams gaben Vollgas, liefen, kämpften und erspielten sich Torchancen. Bereits in der dritten Spielminute kamen die Gäste zum ersten Abschluss, der aber noch harmlos war. Fünf Minuten später sah das schon ganz anders aus. Ein Zeller Spieler setzte sich nahe der Eckfahne gegen zwei Gegenspieler durch und prüfte Waldshuts Torhüter Cihan Ceylan, der mit einer Fußabwehr den frühen Rückstand verhinderte.

Fast im Gegenzug musste Ceylans Kollege auf der anderen Seite ein Waldshuter Tor verhindern. Nach einem Freistoß von Vassilios Dimitriadis lenkte er Fayik Onurlus Kopfball mit einem guten Reflex über die Latte. Nach knapp 20 Minuten leitete David Duvnjak eine Doppelchance für den VfB ein. Seinen Schuss konnte der Zeller Keeper noch abwehren, beim Nachschuss war er aber machtlos. Allerdings verhinderte der Pfosten die Waldshuter Führung. Praktisch im Gegenzug führte Zell einen Freistoß schnell aus und erwischte die Waldshuter Hintermannschaft auf dem falschen Fuß. Aber auch diesmal war Ceylan zur Stelle.

Danach neutralisierten sich beide Mannschaften einige Zeit, bis ein Distanzschuss aus dem Zeller Mittelfeld wieder für Aufregung sorgte. Ceylan war abermals zur Stelle und lenkte den Flachschuss um den Pfosten. Dann war wieder Waldshut dran. Stjepan Kovacevic setzte Labinot Halili ein, der aber am Zeller Torsteher scheiterte. Als sich beide Mannschaften schon auf die verdiente Verschnaufpause in der Kabine freuten, fiel doch noch das erste Tor. Nach einer Flanke von Dimitriadis wird der Ball von einem Abwehrspieler unglücklich Richtung eigenes Tor abgelenkt. Der überraschte Schlussmann war mit den Fingern zwar noch dran, aber Duvnjak hatte keine Mühe den Ball über die Linie zu drücken (45.).

Nach dem Seitenwechsel konnte der VfB früh auf 2:0 erhöhen. Arber Islami trat einen Freistoß und am langen Pfosten wartete Bora Kalyon, dessen wuchtiger Kopfstoß in der 53. Spielminute für die vermeintlich komfortable Führung sorgte. Der Torjubel war aber kaum verklungen als Zell die Antwort parat hatte. Ein Gästespieler sprintete mit dem Ball über das halbe Feld, schüttelte locker seinen Gegenspieler ab und schloss mit einem satten Flachschuss ab. Dieses Mal hatte Ceylan keine Abwehrchance und es stand nur noch 2:1 (57.).

Zell witterte natürlich seine Chance und drückte. In dieser Phase hätten die Gäste mit etwas mehr Sorgfalt die Unordnung in Reihen der Gastgeber besser nutzen können, vertändelten dann aber doch zu viele Bälle. Allerdings beschäftigte man den VfB in dessen Hälfte und machte mächtig Druck. Der hohe Aufwand wurde belohnt. Ein Strafstoß in der 66. Minute wurde humorlos zum Ausgleich verwandelt. Zell war zurück im Spiel und der VfB auch wieder wach.

Beide Mannschaften gaben nochmal Vollgas, wollten unbedingt den Sieg. Klare Torchancen ergaben sich aber kaum noch. Die erneute Führung des VfB ergab sich dann auch eher zufällig. Ein strammer Schuss von Dimitriadis wurde abgelenkt und fiel Kovacic vor die Füsse. Dieser hatte keine Mühe das vielumjubelte 3:2 zu erzielen (70.). Doch das Spiel war noch nicht zu Ende. Zell kämpfte weiter und wollte mindestens einen Punkt aus der Schmittenau entführen. In der 80. Spielminute setzte sich ein Gästeangreifer über außen durch und spielte einen gefährlichen Pass nach innen, wo er aber keinen Abnehmer fand.

Der eingewechselte Tim Birkenheier hatte in den Schlussminuten noch zwei gute Möglichkeiten. Im ersten Versuch fehlte ihm aber der Egoismus selbst den Abschluss zu suchen. Stattdessen war die Ablage auf den mitgelaufenen Domenik Merdita schwer zu verarbeiten und die Aktion verpuffte. Unmittelbar danach kam Birkenheier zum Schuss, wurde aber vom Verteidiger geblockt. Dann war Schluss und der VfB hatte nicht nur drei ganz wichtige Punkte eingefahren sondern sich auch gegen eine Spitzenmannschaft behauptet.

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