FC Hochrhein - VfB Waldshut 1:3
Nach einem Spiel mit zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten setzte sich der VfB am vergangenen Sonntag letztendlich mit einem verdienten 1:3 beim FC Hochrhein durch. Nachdem die Waldshuter in den ersten 45 Minuten alles im Griff hatten, war die zweite Halbzeit schwer umkämpft.
Einmal mehr war der VfB mit einer neuen Startelf aufgelaufen und musste im Vergleich zum Spiel gegen Nöggenschwiel vier Spieler ersetzen. Dennoch begann der VfB das Spiel konzentriert und schwungvoll. Die Gastgeber hatten keinen Zugriff auf das Spiel, weil die Waldshuter den Ball zügig und präzise laufen ließen. So erspielte man sich zunächst einen deutlich höheren Ballbesitz, aus dem sich in der Folge mehrere gute Angriffsaktionen entwickelten.
Bereits in der 15. Minute wurde Kevin Mücke im Strafraum des FC Hochrhein durch das ungeschickte Einsteigen des Gegenspielers zu Fall gebracht und Vassilios Dimitriadis versenkte den fälligen Strafstoß rechts unten. Der VfB blieb dran und erlaubte den Gastgebern kaum einmal eine Offensivaktion. Insgesamt gelang dem FC Hochrhein nur ein gefährlicher Torschuss in den ersten 45. Minuten.
Stattdessen legte der VfB nach. Nach einem guten Pass sprintete Tim Birkenheier los und erzielte in der 18. Minute mit einem gekonnten Heber über den herausstürmenden Keeper das 0:2. Schließlich konnte sich auch Kevin Mücke noch in die Torschützenliste eintragen (26.) und so ging es mit einem hochverdienten 0:3 in die Pause.
Zwar wussten unsere Spieler, was nach der Pause zu erwarten war, aber die Wucht und die Ausdauer mit der die Gastgeber nach dem Seitenwechsel loslegten, schien unsere Spieler trotzdem auf dem falschen Fuß erwischt zu haben. Der VfB agierte zu träge und ließ auch läuferisch nach. In wenigen Minuten kippte das Spiel und dem VfB gelangen kaum noch Angriffsaktionen, die für ein wenig Entlastung hätten sorgen können.
Nun war es der FC Hochrhein, der immer wieder gefährlich vor das Waldshuter Tor kam. Und obwohl VfB-Torhüter Tobias Elbing kaum ernsthaft geprüft wurde, spürte man förmlich, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis dem FC Hochrhein ein Treffer gelingen würde.
In der 60. ergab sich dann die ideale Gelegenheit für den Gastgeber mit einem Treffer die Aufholjagd zu starten. Wie in der ersten Halbzeit auf der anderen Seite, ging diesmal ein Waldshuter Abwehrspieler eher ungestüm in den Zweikampf und der Schiedsrichter zeigte erneut auf den Punkt. Allerdings war der Strafstoß schwach geschossen und Elbing im richtigen Eck und so stand weiterhin die Null.
Aber sie wackelte bedenklich. Und sie fiel in der 75. Minute (1:3). Danach fiel dann auch noch das Niveau der Partie. Die Waldshuter waren nur noch damit beschäftigt, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten und den Gastgebern gelang nicht mehr viel im spielerischen Bereich. Deshalb ging das Spiel mit Kampf und Krampf zu Ende.
Nach einer sehr guten ersten Hälfte und einer ziemlich schwachen zweiten ging der VfB zwar verdient als Sieger vom Platz, muss sich aber fragen lassen, wie man sich so einfach den Schneid abkaufen lassen und den Gegner geradezu zur Aufholjagd einladen kann. Grundsätzlich lief es aber wieder ein bisschen besser und die Mannschaft entwickelt sich in die richtige Richtung.
Nächsten Sonntag geht es dann zum SV Laufenburg, deren Reserve zwar nicht sehr gut in die Saison gestartet ist, die man aber dennoch nicht unterschätzen darf. Zumal damit gerechnet werden muss, dass der Kader der Laufenburger Ersten noch ausgedünnt wird und die überzähligen Spieler in der Zweiten auflaufen werden. Sollte es uns aber gelingen, die guten Leistungen auch einmal über die gesamte Spielzeit abzurufen, ist in Laufenburg ein weiterer Auswärtsdreier drin.